Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere solche mit gemeinwohlorientierter Ausrichtung, scheuen den Blick auf Förderprogramme. Zu kompliziert, zu bürokratisch, „da haben wir eh keine Chance“ – diese Aussagen hört man oft. Dabei gibt es in Deutschland und der EU eine Vielzahl von Zuschüssen, Förderkrediten und Beratungsförderungen, die gerade für Unternehmen mit nachhaltigen oder sozialen Geschäftsmodellen besonders interessant sind.
Doch hartnäckige Mythen rund um Fördermittel halten viele Betriebe davon ab, diese Chancen zu nutzen. Zeit also, mit den größten Missverständnissen aufzuräumen.
Mythos 1: „Fördermittel gibt es nur für große Unternehmen“
Falsch! Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen im Fokus zahlreicher Förderprogramme.
- Die KfW-Bank und das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bieten Programme speziell für KMU.
- Auch auf Landes- und EU-Ebene gibt es Förderungen, die explizit für kleine Betriebe konzipiert sind.
- Besonders gemeinwohlorientierte Unternehmen profitieren, da ihre Projekte häufig den gesellschaftlichen Mehrwert betonen – ein Pluspunkt bei Förderentscheidungen.
Realität: KMU sind Hauptzielgruppe vieler Förderungen.
Mythos 2: „Die Bürokratie lohnt sich nicht“
Ja, ein Förderantrag bedeutet Arbeit. Aber:
- Mit einer klaren Struktur und professioneller Beratung ist der Aufwand kalkulierbar und Sie können bei Bedarf Unterstützungsangebote von passenden Stellen nutzen.
- Eine Schulung Ihrer Mitarbeiter kann sich bei mehrmaliger Nutzung von Fördermitteln lohnen, so dass Sie die Antragstellung mit Vorgaben strukturiert an Ihre Mitarbeitenden delegieren können.
- Der mögliche Nutzen kann den Aufwand aufwiegen.
Realität: Ein paar Stunden konzentrierte Arbeit können tausende Euro Förderung sichern.
Mythos 3: „Fördermittel gibt es nur für Hightech und Industrie“
Weit gefehlt! Zwar werden Technologie und Innovation stark gefördert, aber es gibt auch Programme für:
- Nachhaltigkeit & Energieeffizienz (z. B. Gebäudesanierungen, erneuerbare Energien, Ressourcenschonung).
- Soziale Innovationen werden gefördert (z. B. Digitalisierung, Diversity, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, ggf. Beschäftigungsprojekte, Inklusion, Bildung). Verabschieden Sie sich von der Klage über nicht mehr oder schlecht geförderte Maßnahmen und richten Sie sich neu aus!
- Digitalisierung & Arbeitswelt – Geschäftsfeldentwicklungen z. B. über das INQA-Coaching (Initiative Neue Qualität der Arbeit).
- Hier können KMU bis zu 80 % der Beratungskosten erstattet bekommen, wenn es um Themen wie Personalentwicklung, Digitalisierung oder nachhaltige Transformation geht.
- Nachhaltig Wirtschaften – Programme, die Investitionen in ökologische oder soziale Maßnahmen durch Erstattungszuschüsse fördern.
Realität: Fördermittel sind branchenübergreifend verfügbar – und viele sind speziell für nachhaltige, sozial orientierte Geschäftsmodelle konzipiert.
Mythos 4: „Wir haben sowieso keine Chance“
Viele KMU glauben, dass Fördergelder nur an die „üblichen Verdächtigen“ gehen. Fakt ist jedoch:
- Förderstellen achten auf Transparenz und Fairness.
- Gute Projekte mit klarer Ausrichtung und nachvollziehbarem Nutzen haben realistische Chancen.
- Erfolgsquote steigt, wenn Anträge zielgerichtet formuliert und formale Anforderungen beachtet werden und Beratung eingeholt wird.
Realität: Wer vorbereitet ist, hat eine sehr gute Chance, eine Förderung zu erhalten.
Mythos 5: „Man muss die Fördermittel zurückzahlen“
Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen:
- Zuschüsse sind geschenktes Geld – keine Rückzahlung.
- Förderkredite sind zurückzuzahlen, haben aber besonders günstige Konditionen.
- Beratungsförderungen wie das INQA-Coaching übernehmen einen Großteil der Kosten für externe Expertise.
- Manche Programme kombinieren Investitionen mit Tilgungszuschüssen oder Erstattungen (z. B. bei Nachhaltigkeitsprojekten).
Realität: Es gibt viele Programme, bei denen Unternehmen echtes Geld sparen oder geschenkt bekommen.
Mythos 6: „Fördermittel passen nicht zu uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen“
Genau das Gegenteil ist der Fall.
- Nachhaltige, ökologische oder soziale Ansätze sind Förderschwerpunkte 2025.
- Programme wie das EU-Sozialfonds Plus (ESF+), INQA-Coaching oder die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) fördern gezielt Projekte, die einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
- Gemeinwohlorientierung ist ein Wettbewerbsvorteil im Fördermittelprozess.
Realität: Gerade gemeinwohlorientierte KMU haben exzellente Chancen auf Fördergelder.
Praxis-Tipp: So gehen KMU richtig an Fördermittel heran
- Bedarf analysieren: Wo braucht das Unternehmen in welchem Umfang Unterstützung – Investition, Innovation, Forschung und Entwicklung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung? Je konkreter der Bedarf, desto besser die passende Fördermittelauswahl!
- Programme prüfen: Auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene gibt es Datenbanken und Übersichten.
- Förderfähigkeit checken: Kriterien (z. B. KMU-Definition, Sitz in Deutschland, Projekttyp) frühzeitig prüfen.
- Strategisch planen: Fördermittel sollten Teil einer Finanzierungsstrategie sein, nicht Zufall. Lassen Sie sich in Ihrer Strategie beraten und richten Sie Ihre Projekte gezielt auf Förderungen aus.
- Beratung nutzen: Fördermittelberater helfen, passende, erfolgversprechende Programme zu finden und Anträge effizient aufzusetzen. Besonders hilfreich: Beratungsleistungen, die selbst gefördert werden – wie beim Förderprogramm Nachhaltig Wirken oder INQA.
Fazit: Fördermittel sind kein Mythos, sondern eine Chance
Förderprogramme sind nicht nur etwas für Konzerne oder Hightech-Branchen. Sie sind ein strategisches Werkzeug für KMU, besonders für Unternehmen, die gemeinwohlorientiert arbeiten. Ob über Beratungsförderungen wie INQA-Coaching oder über Erstattungszuschüsse für nachhaltiges Wirtschaften – es gibt zahlreiche Wege, sich wirkungsvoll unterstützen zu lassen. Wer die Mythen hinter sich lässt und sich informiert, kann Wachstum, Innovation und gesellschaftlichen Mehrwert gezielt finanzieren – oft mit Unterstützung von staatlichen Zuschüssen.
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